| Leitbild/Philosophie von M.Walcker-Mayer
Qualität steht bei
M.Walcker-Mayer an erster Stelle.
Voraussetzung für das anspruchsvolle Niveau
sind folgende Punkte:
1. Geradlinige Konzepte bei der Planung
Stilistisch bekennt sich das Haus Walcker-Mayer zu gemäßigter
Grundtönigkeit, die je nach Raumsituation und Kundenwunsch mehr oder
weniger ausgeprägt sein kann. Natürlich ist man auch zu Ausnahmen
bereit, wenn der Kunde eine andere vertretbare Klangvorstellung hat oder
etwa ein vorhandenes Barockgehäuse ein anderes Klangkonzept verlangt.
Bei vielen Aufträgen, insbesondere bei Restaurierungsvorhaben wird
die Zusammenarbeit mit Sachverständigen gerne angenommen und gepflegt.
Prominente Namen aus Vergangenheit und Gegenwart lassen sich hiefür
anführen: Anton Heiller, Alois Forer, DDr. Franz Zehrer, Dr. Hans
Trummer, Dr. Karl Schütz, Mag. Walter Sengstschmid, Dr. Walter Graf,
Franz Graf, Dr. Wolfgang Guhswald u.a.
Vorbild für die angetrebte Klangqualität sind die Orgeln des
genialen französischen Orgelbauers Cavaillé-Coll, mit dem
einst Eberhard Friedrich Walcker (2. Generation) einen regen Gedankenaustausch
gepflegt hat. Die einzelnen Register einer Orgel sollen eine optimale
Individualität besitzen. Im Zusammenklang müssen sie aber harmonisch
verschmelzen.
Die technische Qualität (Traktur, Windladen, Pfeifen etc.) darf nicht
kurzfristig befriedigen, sondern muss der grundsätzlich langen Lebensdauer
einer Orgel entsprechen.
Auf Kundenwünsche wird selbstverständlich eingegangen. Sollten
sich diese mit den Idealen einer Qualitätsorgel nicht vereinbaren
lassen, dann steht Michael Walcker-Mayer als verständnisvoller Berater
zur Verfügung: Gemeinsam mit dem Kunden werden alle Probleme ausführlich
erörtert, damit letztlich doch ein allseits zufriedenstellendes Ergebnis
zustande kommen kann. Um den Kunden die Entscheidung leichter zu machen,
werden Angebote immer in mehreren Varianten erstellt (Dispositionen, Gehäuse
etc.). Für die Preisgestaltung gilt zwar Sparsamkeit als oberster
Grundsatz, was aber nicht Billigkeit auf Kosten der Qualität bedeuten
darf. In der vergangenen Generation mögen vielleicht zu weitreichende
Preiszugeständnisse gemacht worden sein, was der Qualität und
Individualität der so entstanden Werke nicht immer zuträglich
war. Diesbezüglich ist man heute wieder sehr ehrlich geworden und
nennt die wahren Kosten auch beim Namen. Nur so entstehen Werke, die den
Auftraggebern, Spielern und Hörern viele Jahrzehnte große Freude
bereiten können.
2. Sorgfältige Arbeit in den Details
Zur Qualität gehört nicht nur der sicht- und hörbare Gesamteindruck
einer Orgel. Auch die unzähligen Details, aus denen sich der komplizierte
Organismus des Instrumentes zusammensetzt, verraten die Einstellung, mit
der gearbeitet worden ist. Das können die Lötstellen der Pfeifen
ebenso wie die Ausführung der Wellenärmchen, die Bohrungen im
Pfeifenstock ebenso wie die Garnierung der Tasten und noch hundert andere
Einzelheiten sein. Sie sind verantwortlich für das einwandfreie und
dauerhafte Funktionieren der Orgel. Gründlichkeit und Sorgfalt in
diesem Bereich ersparen dem Kunden bittere Enttäuschungen und unnötige
Folgekosten. Daher sind die Mitarbeiter der Firma Walcker-Mayer angehalten,
diese scheinbaren Kleinigkeiten wirklich genau zu nehmen.
Tasten, Registerzüge, Gehäuseelemente und andere Details, die
mit der Funktion der Orgel nicht direkt zusammenhängen, sind dem
Hause Walcker-Mayer ebenfalls nicht gleichgültig. Sie sollen dem
beträchtlichen Wert der Orgel als solche entsprechen und sind ein
Zeugnis für den Geschmack des Orgelbauers.
3. Positive Motivation der Mitarbeiter
Michael Walcker-Mayer identifiziert sich mit jeder Orgel, mit der seine
Firma zu tun hat. Gleichermaßen ist es ihm ein Anliegen, dass auch
seine Mitarbeiter ihre Produkte als Teil ihrer selbst betrachten können.
Das wird u. a. dadurch erreicht, dass jeder möglichst die Aufgaben
bekommt, für die er sich am besten eignet. Selbständige Vorschläge
für eine spezielle Promlösung sind erwünscht. Nach Beendigung
eines Auftrags reflektiert die ganze Belegschaft die getane Arbeit (Warum
ist was wie gemacht worden ?) und zieht ihre Lehren daraus.
4. Umfassende Lehrlingsausbildung
Bei den Lehrlingen, derzeit sind es zwei – ein männlicher und
ein weiblicher, darf es noch keine Spezialisierung geben. Sie müssen
zunächst alle Orgelbauer-Tätigkeiten kennenlernen, um ein tiefes
Verständnis für das Gesamte zu bekommen und als hochqualifizierte
Fachkräfte ihre Ausbildung abschließen zu können. Auf
selbstständiges Arbeiten wird von Anfang an großer Wert gelegt. |